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Absauganlagen in Holzwerkstätten

Wo gehobelt wird fallen bekanntlich Späne. Vor allem in der holzverarbeitenden Industrie und gewerblich geführten Werkstätten. Hier fallen große Mengen an Spänen und Feinstaub an. Einfache Absauganlagen, wie sie für Hobbywerkstätten gedacht sind, erfüllen da nicht mehr die Anforderungen und sind hier fehl am Platz.
Wie wichtig daher eine Absauganlage für einen Arbeitsplatz ist, möchte dieser Blogbeitrag erläutern

Gesundheitsgefährdungen bei zu hoher Staubemission

Das Gesundheitsrisiko von Holzstaub wird oft unterschätzt. Dies liegt daran, dass sie ungesehen, von der Luft getragen, im Raum schweben. Aber dennoch eingeatmet werden. Ein Nieser, ein leichtes Husten oder Räuspern, sind die ersten Symptome und körperliche Abwehrsysteme für Staub in der Luft. Aber sie reichen als Schutz für die Gesundheit ganz klar nicht aus. Ihr Eindringen in die Atemwege kann allergische Reaktionen hervorrufen. Und ist man Holzstaub auf längere Zeit ausgesetzt, so sind sie sogar krebserregend.

  • Allergische Reaktion auf der Haut
  • Allergische Reaktion der Atemwege
  • Chronischer Husten
  • Asthma
  • krebserregend
Es sind von drei grundlegenden Gefährdungen auszugehen
  • Bestimmte Holzarten können krebserregend sein. z.B. Hartholzarten
  • Holzarten besitzen eine sensibilisierende Wirkung. d.h. dass bei Kontakt mit der Haut und der Aufnahme über die Atemwege, bestimmte Holzarten, eine Überempfindlichkeit oder allergische Reaktion hervorrufen können.
  • Holzstaub kann eine explosionsfähige Atmosphäre bilden

Die Gesundheitsgefahr ist es aber nicht allein, die der feine Holzstaub in sich birgt. Wird Holzstaub aufgewirbelt, und stimmt das Staub-Luft-Gemisch, genügt schon ein Funke um es zur Explosion zu bringen. Aber an dieser Stelle sei bemerkt, dass die Gefahr einer direkten Staubexplosion beim Sägen und Schleifen, als doch sehr gering ist. Sondern auf diese Gefahren mehr im inneren von Filtern und Silos zu achten gilt. Wo eine hohe Staubatmosphäre vorherrscht und sich explosionsfähige Luftgemische bilden können.

Gesundheitsrisiko von Holzstaub mit Absauganlagen vermeiden


Gefahren mit Absauganlagen für Holz minimieren

Holzstaubabsaugung ist (k)eine Ermessenssache. Aus den Gefahren heraus die sich durch eine hohe Konzentration von Holzstaub ergeben. Schreibt auch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, nach den TRGS (Technische Regeln für Gefahrenstoffe) eine Absaugung vor. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind dazu angehalten, Arbeitsplätze auf ihre Gefährdungen hin zu prüfen und zu beurteilen. Ob während den Tätigkeiten Gefahrenstoffe entstehen.
Die TRGS gilt für alle Tätigkeiten bei der Be- und Verarbeitung von Holz und Holzwerkstoffen, soweit dabei Holzstaub entsteht. Arbeitsplätze an Holzverarbeitungsmaschinen und -anlagen, sind hier als Gefahrenbereiche von Holzstaub eingestuft.
Eine Absauganlage für Holz ist nach diesen Regeln bei allen spanabhebenden Bearbeitungsverfahren, z.B. an Holzbearbeitungsmaschinen, Handmaschinen und Handschleifarbeitsplätzen eine Notwendigkeit. Die Einhaltung der Konzentration für Holzstaub am Arbeitsplatz, liegt in diesem Regelwerk als Mittewert bei 2mg/m3oder darunter.

Hierzu ein weiterführender Link zur Berufsgenossenschaft Holz und Metall zum Thema Holzstaubabsaugung
BGHM: Holzstaubabsaugung

Eine Staubmessung durchführen

Ist man sich bei allen getroffenen Maßnahmen immer noch unsicher. Ob die empfohlenen Richtwerte der Holzstaubkonzentration an den Arbeitsplätzen eingehalten werden. Oder möchte man mit klaren Werten arbeiten? So kann eine Staubmessung durchgeführt werden. Im Fachjargon auch Gravimetrie genannt. Die gravimetrische Staubmessung ist ein Verfahren zur Bestimmung der Staubemission.
Für eine aussagekräftige Staubmessung ist bestimmtes Equipment erforderlich und erfolgt auch nach vorgegebenen Schritten. Daher holen Sie für eine genaue Überprüfung des Arbeitsplatzes auf Gefahrenstoffe hin, am besten einen Fachmann ins Boot. Als solcher wäre eine akkreditierte Messtelle. Sie kann Ihnen in diesem Falle beratend und mit einer Durchführung zur Seite stehen. Eine akkreditierte Messstelle wäre z.B. der TÜV oder die Dekra.
Aus diesen Ergebnissen können dann konkrete Rückschlüsse gezogen werden. Und welche Art von Maßnahmen zur Reduzierung des Holzstaubes am Arbeitsplatz getroffen werden müssen.

BGHM TRGS 553 Technische Regeln für Gefahrstoffe


Staubklassen und Staubdefinition

Grundsätzlich fällt bei jedem zerspanenden Arbeitsvorgang Späne und Staub an. Alles was kleiner oder gleich 0,5 mm ist, wird als Staubteilchen „definiert“. Bei größeren Teilchen spricht man bis zu einer Länge von 15mm von Spänen, die darüberhinausgehenden Stücke zählen per Definition der Berufsgenossenschaft zu den Hackschnitzeln. Holzstäube gehören laut der Spezifikationen für Staubklassen zur Staubklasse M.

Staubklassen
  • L- leicht gefährliche Stäube
  • Dazu zählen die mehr oder weniger „unbedenklichen“ Stäube, wie z.B. Hausstaub oder von Erde, Kalk und Sand.

  • M – mittel gefährliche Stäube
  • Dazu zählen z.B. Holzstäube, Stäube von Lacken und Farben, Gips oder Beton.

  • H – hoch gefährliche Stäube
  • Zu diesen Stäuben zählen die krebserregenden Stäube, wie z.B. Schimmelsporen und Bleisporen.

Arbeitsplatz sauber halten mit Reinluft- und Absauganlagen


Die richtige Absauganlage für Ihre Werkstatt

Die Wahl der richtigen Absauganlage richtet sich nach dem Umfang und der Art Ihres Gewerbes. Bedarf es einer Absauganlage für Industrie, oder einer Absauganlage für eine Schreinerei?

Zur Auswahl stehen stationäre und mobile Absauganlagen. Für Industrie, mit festen Arbeitsplätzen und im Dauerbetrieb gehaltenen Produktionsmaschinen bieten sich stationäre Absauganlagen an. Für Holzwerkstätten, die ihre Maschinen unregelmäßig verwenden, bieten sich mobile Absauganlagen an, die je nach Bedarf platziert werden können.
Die Auswahl der Größe der Absauganlage bzw. das Fassungsvolumen des Spänesacks richtet sich nach der Betriebsdauer Ihrer Maschinen, und auch nach Ihrer persönlichen Abschätzung eines effizienten Arbeitsablaufes. Wie oft wollen oder müssen Sie der Wahrscheinlichkeit nach, die Säcke wechseln.
Einige Absauganlagen werden mit mehreren Absauganschlüssen angeboten. Was in einer größeren Werkstatt, wo mehrere Maschinen gleichzeitig betrieben werden, von Vorteil ist. Bei der Auswahl solcher Absauganlagen ist auf die richtige Platzierung ihrer Maschinen zu achten. Insbesondere auf ihre Auslastung. Damit sowohl Maschinen und Absauganlagen so effizient wie möglich genutzt werden können.

Besondere Kritikpunkte
  • Mobile oder stationäre Absauganlage
  • Stromanschluss (400V oder 230V)
  • Anzahl und Volumen der Spänensäcke
  • Anzahl der Absauganschlüsse
  • Lautstärke
  • Maschinenabmessung
  • Gewicht
Zyklon bzw. Filterpatronen bei Absauganlagen


Fazit

Ein erwachsener Mensch atmet bis zu 15-mal in der Minute. Das Atemzugvolumen kann bis zu 700ml betragen. Daraus ergibt sich durchschnittlich bis zu acht Liter Atemluft pro Minute, bis zu 4000 Liter während der Arbeitszeit. Daher ist der Einsatz von Absauganlagen mehr als nur eine Notwendigkeit aus einer Vorschrift heraus. Ist die Tätigkeit permanent Stäuben ausgesetzt, so empfiehlt sich darüber hinaus sogar das Tragen von Atemschutzmasken.
Und bei allen Vorschriften und Gesundheitswarnungen zum Trotze, so steht auch die Pflege und Lebensdauer Ihrer Maschinen im Fokus. Feine Stäube setzen sich in den kleinsten und hintersten Winkeln Ihrer wertvollen Gerätschaften ab und Schaden verursachen.

Lennoxl bietet Ihnen eine große und vielfältige Auswahl an Absauganlagen unterschiedlicher Hersteller für Holzwerkstätten und Industrie. Bei uns finden Sie ganz auf Ihren Bedarf und Ihren Wünschen hin zugeschnitten, ein geeignetes Modell. Zudem stehen wir Ihnen als kompetenter Maschinenhandel gerne beratend zur Seite.

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